Anyway: Von Uusikaupunki gings entlang einem Archipelago nach Pyhäranta wo die Opferkirche zu sehen war. Seeleute haben sie gebaut und innen komplett angemalt, immer als Dank dafür kein Opfer der See geworden zu sein. In dieser Ortschaft habe ich auch das erste Mal einen Dorfladen gesehen, sonst gibt es in Finnland immer nur Lebensmittelgeschäfte der 3 Konzerne K, S und Valinta. (K hat immer ein K im Namen, also K-Market, K-Supermarket/KK-Market und K-Citymarket/KKK-Market; S hat unterschiedliche Namen - Alepa, S-Market, Prisma für die unterschiedlichen Grössen; die beiden waren nach dem Bürgerkrieg (und sind es teilweise immer noch) mit den unterschiedlichen Lagern assoziiert, man ging nicht in ein Geschäft des anderen Lagers.) In der Nähe dort jedenfalls habe ich eine Hausbäckerei gefunden, in der es Kaffee und Mehlspeisen gab. Frisch gebackene Munkkipossu in der Sonne geniessen :) Das Leben ist schön. Weil die gute Frau auch Brot verkaufte, wollte ich mir auch davon eines mitnehmen, einfach um zu sehen wie sich das selbst gebackene vom Supermarktbrot unterscheidet (Es gibt ja fast keine Bäckereien in Finnland). Im Endeffekt war sie so happy, dass ich als Ausländerin mich auf Finnisch verständigen kann, dass ich ein altbackenes Brot geschenkt bekommen habe :)
Von dort aus ging es dann weiter nach Rauma, dessen Altstadt voller pittoresker Holzhäuser Weltkulturerbe ist. Die Stadt scheint ausserdem für ihre Spitzen bekannt zu sein, eine Tatsache die ich erst gegen Ende meines Aufenthalts unter Zuhilfenahme des Wörterbuchs herausgefunden habe.
Bild: RaumaVon Rauma fuhr ich im Prinzip mehr oder weniger direkt nach Vammala zum Campingplatz. In Panelia gab es einen kurzen Zwischenstopp um die Rivimylly, eine Reihenmühle zu besichtigen. Ein älterer Herr erzählte mir auf finnisch von der Mühle. Das Wasser war dort früher stark genug um 3 Getreidemühlen hintereinander zu betreiben, jetzt gibt es dort nur mehr ein armseliges Rinnsal, laut meinem Führer auf Grund des Kraftwerkes stromaufwärts. (O-Ton: Damals hammas gfragt: Elektrizität brauchn d'Leit, oba Mehl brauchns pletzlich kans mehr?) Heutzutage gibts dort ein renoviertes Wasserrad mit dem die Mühle Getreide mahlen kann (aufgrund des abgenutzten Mahlsteines wird das aber nur mehr an Tiere verfüttert). Ausserdem betreibt eine lokale Kooperative eine elektrische Mühle, deren Mehl man auch kaufen kann. Offensichtlich ist so ein Holzwasserrad wenn man es aus dem richtigen Holz fertigt ewig haltbar, bei der Renovierung hat der 'Hersteller' gemeint so an die 100 Jahre werden die hölzernen Zahnradln schon halten, das Wasserrad aber, dass ja im Wasser ist, das hält ewig.
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